Interreligiöses Frühstück am 31. Mai 2025

Maria Pammer, UPF OÖ:
Die Sehnsucht der Menschen, besonders sensibler Künstler, nach einem Ort, wo man Gott und dem Wahren, Schönen und Guten begegnen kann, war zu jeder Zeit sehr groß. Vor kurzem sah ich eine gute Aufführung der „Zauberflöte“ und war im Zusammenhang mit der Errichtung des CWG sehr berührt von der Arie des Sarastro:

„In diesen heil’gen Hallen
Kennt man die Rache nicht,
Und ist ein Mensch gefallen,
Führt Liebe ihn zur Pflicht.
In diesen heil’gen Mauern,
Wo Mensch den Menschen liebt,
Kann kein Verräter lauern,
Weil man dem Feind vergibt.“

Oder eben auch das Lied „Locus iste“, das Anton Bruckner im Jahre 1869 für die Einweihung der Votivkapelle im Linzer Dom komponierte:

„Dieser Ort ist von Gott geschaffen,
ein unschätzbares Geheimnis,
kein Fehl ist an ihm.“

Im April 2025 fand 30 wichtige Veranstaltungen in Korea statt, zwei unserer heutigen Gäste waren selbst dabei und werden uns berichten. Die Hauptveranstaltung war die Eröffnung des CWG, ein Gebäude, das Holy True Mother Han Gott gewidmet hat, nach dem Bibelzitat: Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. (Offb 21,3)
Im wichtigsten christlichen Gebet, dem „Vater unser“ heißt es … dein Reich komme, wie im Himmel so auf Erden …
Schreckliche Nachrichten vom Ukraine-Russland-Krieg und aus dem Nahen Osten könnten uns mutlos machen, dieses Ziel zu erreichen. Aber Gott, unsere HE, sind das Alpha und das Omega, das Schöpfungsideal wird erreicht werden, eine Menschheitsfamilie unter Gott.
Was können wir religiösen Gemeinschaften dazu beitragen, dass Gott, unsere HE, wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen besonders in Europa kommt?
Dass in unseren Synagogen, Kirchen, Moscheen wieder mehr Menschen Gott erleben können?
Gleichzeitig ist es wichtig, dass wir unseren eigenen Tempel, unser Herz reinigen, dass Gott in jedem von uns leben und wirken kann.

Alois Seidl:
Berichtete sehr erfrischend von WCLC in Korea und welch herzlichen Beziehungen unter den Pastoren entstand. Pastor Arthur hatte ein sehr schönes geistiges Erlebnis mit der Wahren Mutter und auch ein Heilungserlebnis. Alois war sehr inspiriert von der kindlichen Freude, die schwarzen Pastoren ausstrahlen.
Christine Maier-Lumetzberger:
In Bezug auf die Wohnung Gottes unter den Menschen sagte sie, dass sie alle Wallfahrtsstätten verschiedener Religionen sehr gerne besucht uns spricht vom „genius loci“, dem Geist des Ortes. Sie betont auch, dass Medien, ohne die Wirklichkeit zu verschweigen, das Wahre, Schöne und Gute mehr betonen müssen. Sie hat selbst erlebt, wie die intensive Beschäftigung mit der Gedenkarbeit in Mauthausen, sie gefährdet war, krank zu werden. Zum Abschluss wies sie auf das Bildungsziel des Hl. Benedikt für das Klosterleben hin: Weisheit des Herzens zu erlangen.
Claudia und Toni (Scientology):
Ihre Reaktion auf das gezeigte Video von der Eröffnung des CWG: „Wenn man so ein Gebäude, so einen Tempel, schafft, dann hat man es als Gemeinschaft geschafft“. Sie zitierten dann aus dem Büchlein, das sie mitgebracht haben, „Der Weg zum Glücklichsein“, den 18. Punkt von den 21 Ratschlägen: Respektieren sie die religiösen Überzeugungen anderer. Toni sagte, genau das erlebt er hier eben schon das zweite Mal bei unseren religiösen Frühstücken.
Ridi Wurzer:
Sie war nicht wie Alois mit den Pastoren unterwegs, sondern mit den Paaren, die gesegnet wurden. Bei der Eröffnung des CWG hatte sie ein tiefes geistiges Erlebnis: Als die Wahre Mutter sagte, die Tore zum Himmelreich sind nun weit geöffnet, sah sie die Wahre Mutter, aber gleich darauf durch sie den Wahren Vater und dann Gott. Wir müssen Gottes Traum verstehen, Gott ist Liebe und auch wir müssen Liebe sein. Religionen sind Reparaturwerkstätten. Das Ziel ist jedoch, dass Gott mit jedem einzelnen leben und jeden führen möchte, so entsteht das Reich Gottes.
Hans Ledermüller, Gemeindeleiter OÖ:
Viele Männer haben Tempel gebaut und auch zerstört, z.B. Salomon und Nebukadnezar. Wichtig ist, wie sich das Herz derjenigen weiterentwickelt, die einen Tempel gebaut haben. Am Beginn der Menschheit wurde das Vertrauensverhältnis von Eva zu Gott zerstört. Eine Frau in der Position der eingeborenen Tochter Gottes stellt diesen Punkt wieder her. Es muss jedoch jeder von uns seinen Teil der Verantwortung erfüllen. Wenn wir es schaffen, Gott wieder in die Familien zu bringen, hat dieser Tempel seine Aufgabe erfüllt.
Gast Maria: berichtet von ihrem Einsatz für Straßenkindern in Senegal und auch über die Herzlichkeit der Menschen in Afrika.
Hans Brunnbauer, Medienbeauftragter der FFWF Ö: Er berichtete über die fragwürdige Entwicklung der Wiener Festwochen. Wie können die Religionsgemeinschaften gemeinsam mehr für Familienwerte in der Gesellschaft eintreten?
Maria Pammer, UPF OÖ: Schon beim letzten interreligiösen Frühstück wurde angeregt, sich gegenseitig zu informieren, wenn eine Religionsgemeinschaft eine Aktion geplant hat. Ich schrieb auch dem Integrationslandesrat OÖ, der nur die Werte der Aufklärung als wichtig für Europa erwähnte, dass wir auch auf unser christliches Fundament wieder mehr Wert legen müssen. Die Religionsgemeinschaften sollen den Zeitgeist prägen und nicht der Zeitgeist unsere Gemeinschaften.

Mag. Maria Pammer