Interreligiöses Frühstück mit anschließender Wanderung entlang des Friedenswegs „Peace Road“, 21.September 2025

International Day of Peace, Berggasthaus Dreisessel und zum Dreiländereck Deutschland-Österreich-Tschechien.

Friedensbewegte aus Deutschland und Österreich trafen sich im Berggasthaus Dreisessel um 10 Uhr zu einem Interreligiösen Frühstück mit einem typischen Bayrischen Gericht, der Weißwurst.

Die Veranstaltung wurde von Maria Pammer, UPF Oberösterreich, und Herrn Bürgermeister Michael Leitner von der Gemeinde Schwarzenberg, initiiert. Es ist das fünfte Jahr, dass hier an der Grenze von Tschechien, Deutschland und Österreich ein Peace Road veranstaltet wurde. Vor 35 Jahren verlief hier noch der Eiserne Vorhang, der Europa teilte. 2024 wurde dieser Wanderweg von 3,2 km offiziell als Peace Road beschildert.

Frau Pammer begrüßte die Anwesenden, erinnerte daran, dass vor 80 Jahren die UNO und vor 20 Jahren UPF gegründet wurde, beides Initiativen für den Weltfrieden. Es scheint jedoch, dass wir momentan meilenweit vom Frieden in der Welt entfernt sind.

Auf das gewählte Thema bezugnehmend sagte sie, dass sich wohl jeder nach reiner Luft und reinem Wasser sehnt und wir das hier in dieser wunderbaren Natur genießen können. Wie können wir dies für die nächsten Generationen erhalten und in großen Teilen der Welt auch wiederherstellen? Es muss eine innere Veränderung vorangehen, wir müssen uns innerlich verändern und an reinen Gedanken und Gefühlen arbeiten. Empathie und ein Leben zum Wohle des anderen führen dazu, dass wir auch mit der Natur besser umgehen werden.

Herr Stefan Schmidt eröffnete dann das Frühstück mit einem sehr tiefen Gebet. Hier ein Auszug daraus:

… lass uns das Wesentliche erkennen – das, was uns verbindet

jenseits von Herkunft, Sprachen und Traditionen.

Drei Kräfte durchdringen unser Dasein: Wasser, Luft und Bewusstsein.

Sie sind mehr als Elemente – sie sind Zeichen Deiner Gegenwart, Symbole für Reinheit,

Leben und das Göttliche in uns …

Nachdem das traditionelle Weißwurst-Frühstück den physischen Hunger gestillt hatte, teilten einige der Anwesenden ihre Gedanken zum Thema. Herr Michael Leitner, Bürgermeister der österreichischen Gemeinde Schwarzenberg, deren Gemeindegebiet an Tschechien und Deutschland grenzt, betont, dass Wandern und Denken sehr gut harmonieren. Wir leben in „a time of sensations “. Unsere Kinder werden von einer Informationsflut erdrückt. Eine Nachtwanderung in dieser Natur, wo man noch die Milchstraße sehen kann, gibt Raum zum Denken und in sich hineinhören. Man kann so das Wichtige einer Religion herausfiltern und seinen persönlichen Mittelpunkt finden.

Herr Michael Leitner, Bürgermeister der österreichischen Gemeinde Schwarzenberg, deren Gemeindegebiet an Tschechien und Deutschland grenzt, betont, dass Wandern und Denken sehr gut harmonieren. Wir leben in „a time of sensations “. Unsere Kinder werden von einer Informationsflut erdrückt. Eine Nachtwanderung in dieser Natur, wo man noch die Milchstraße sehen kann, gibt Raum zum Denken und in sich hineinhören. Man kann so das Wichtige einer Religion herausfiltern und seinen persönlichen Mittelpunkt finden.

Herr Valerio Tammiso erzählte, dass er mit Jugendgruppen arbeitet, die auch die Sustainable Development Goals der UNO unterstützen. Auf das Thema bezogen betonte er, dass reines Wasser fließen muss, eine Metapher dafür, dass sich diese jungen Menschen nicht nur auf sich selbst konzentrieren, sondern mit anderen in Verbindung treten. Viele Flüsse kommen zusammen und münden dann in den Ozean. Eine Jugendgruppe, in der er gearbeitet hat, nennt sich C.A.R.P. Er findet einen Vergleich zu dem Fisch, der in Englisch auch „carp“ heißt und der das Wasser reinigt. Diese jungen Menschen wollen mit reinen Gedanken und Gefühlen zur Reinigung der geistigen

Umweltverschmutzung beitragen. Durch gemeinsame Aktionen junger Menschen, wie internationale Fußballturniere, verschiedene Sportevents, wie zum Beispiel den Peace Cup in Prag vor einigen Wochen, Workshops oder eben auch durch gemeinsames Wandern wollen diese jungen Menschen im Geist, in der Wahrheit und in der Aktion zu einer besseren Welt beitragen.

Herr Oivind Haugen kam gerade aus seiner Heimat Norwegen zurück und betonte bezüglich Peace Road, dass schon die alte Seidenstraße die Kulturen gegenseitig befruchtete. Er verteilte dann an alle Anwesenden eine Schriftrolle mit inspirierenden Gedanken zu einer universellen Kultur des Herzens.

Zum Abschluss brachte Herr Hans Ledermüller, Gemeindeleiter der Familienföderation in Oberösterreich, einen interessanten Vergleich. Der Arzt Semmelweis erkannte vor 150 Jahren die Ursache für das Kindbettfieber, an dem viele Frauen starben. Er erkannte, dass die Handhygiene der Ärzte wichtig ist und er wird heute „Retter der Mütter“ bezeichnet. Damals hatte er aber bei den Arztkollegen massiven Widerstand hervorgerufen. Es ging um physische Reinigung, um die Sterberate zu reduzieren. Heute müssen wir an der geistigen Reinheit arbeiten, um geistiges Leben zu vermehren. Er beendete mit der Bibelstelle Röm 1:20: Damit, dass Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt, an den Werken, nämlich an der Schöpfung der Welt; also, dass sie keine Entschuldigung haben.

Um 11 Uhr startete dann die Peace Road Wanderung zum Dreiländereck Deutschland-Österreich-Tschechien. Es wurde der Weg genützt für gute Gespräche und tiefen Austausch in der schönen Natur. Dieser Wanderweg wird von vielen Weitwanderern aber auch vielen Familien mit Kindern von Deutschland, Österreich und Tschechien gerne genützt.

Am Dreiländereck angekommen sangen wir „We shall overcome“ und „Urie“. Eine Familie, die auch gerade am Dreiländereck ankam, war durch unser Singen sehr inspiriert und gemeinsam sangen wir dann noch zwei Bergsteigerlieder in Deutsch.

Die Gespräche am Vormittag und die Wanderung in der schönen Natur haben uns viel Energie gegeben, die wir nicht für uns behalten wollen. Wir möchten sie in Gebiete schicken, in denen Konflikte mit Gewalt ausgetragen werden und Menschen und unser Schöpfer, die Himmlischen Eltern, leiden.

Ein Danke an alle, die diesen Tag bereichert haben.

Mag. Maria Pammer, UPF Oberösterreich