UPF Oberösterreich zusammen mit dem Holzknecht-Museum-Reichraming veranstaltete einen berührenden Filmnachmittag
5. Juli 2026, Reichraming, Oberösterreich

Vor 17 Jahren hat Bogdan Pamme mit Freunden aus Österreich junge Erwachsene aus Israel und Palästina eine Woche nach Oberösterreich eingeladen, um sich kennenzulernen und ein gemeinsames Friedensprojekt zu schaffen. Mit der finanziellen Unterstützung des Landes Oberösterreich, einiger Firmen und besonders des Bürgermeisters von Reichraming und einer lokalen Zimmerei konnten sie gemeinsam eine substanzielle Friedensbrücke errichten. An den Abenden präsentierte jeweils eine Gruppe ihre Kultur, aber leider schafften sie es nicht ohne politische Auseinandersetzung. Jedoch am nächsten Tag beim gemeinsamen Sägen, Schleifen und Hämmern arbeiteten sie wieder zusammen und konnten ihre traumatischen Erlebnisse aus ihrer Heimat vergessen. Die Brücke besteht aus 2 Plattformen, die auseinanderstreben, symbolisch für Israel und Palästina, und einer Metallbrücke, die diese Plattformen verbindet als Symbol der Hoffnung.

Die Friedensbrücke wurde seitdem für viele Veranstaltungen genützt, wie für Lesungen eines Holocaust Überlebenden, Peace Roads, Hochzeiten usw. und wurde immer wieder auch repariert. Die Nachhaltigkeit dieses Projekts zeichnet sich auch dadurch aus, dass selbst nach 17 Jahren noch Kontakte zu den damaligen Teilnehmern bestehen.

Am 5. Juli 2026 lud UPF-Oberösterreich zu einem Filmnachmittag ein. Bis alle fast 30 Besucher ankamen, gab es Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit, das Holzknecht-Museum, vor dem die Friedensbrücke errichtet wurde, zu besichtigen.

Anschließend erzählte Frau Pammer, wie es zur Entstehung der Friedensbrücke kam und da Bilder oft mehr aussagen als Worte, zeigten wir den Kurzfilm über die Entstehung dieser Friedensbrücke, der alle inspirierte.

Anschließend erzählte Frau Pammer, wie es zur Entstehung der Friedensbrücke kam und da Bilder oft mehr aussagen als Worte, zeigten wir den Kurzfilm über die Entstehung dieser Friedensbrücke, der alle inspirierte.

Der Hauptteil des Filmnachmittags war dann der Film „Birgitta’s Friends“ des Filmemacher Christian Kogler (in Englisch mit deutschen Untertiteln).
https://crossingeurope.at/film/birgittas_friends
Der Regisseur Christian Kogler sprach eine Einführung zu dem 70minütigen Film, der das Leben eines Shoah Überlebenden und eines Akteurs des palästinensischen Widerstands in einer sehr berührenden Tiefe und nicht wertend zeigt. Die Aussagen der Interviewpartner von Birgitta, einer Österreicherin, die viele Jahre in Israel gewohnt und gearbeitet hat, machten uns alle sehr nachdenklich. Wie kann es zu Versöhnung und einem dauerhaften Frieden kommen?

Nach dem Film konnten wir bei einer Bauernjause in dieser schönen Natur mit dem Filmemacher Christian Kogler und der Protagonistin des Film, Birgitta, uns austauschen.

Dieser Nachmittag hat uns einerseits traurig gemacht aber auch Hoffnung gegeben, dass es viele Menschen gibt, denen das Schicksal anderer Menschen nicht gleichgültig ist, sondern sich mit ihren jeweiligen Fähigkeiten für ein besseres Zusammenleben investieren.
Maria Pammer, UPF Oberösterreich

2026-07-04 UPF Report Film Nachmittag – Deutsch