Familie als Lebenswerk – Auszeichnung langjähriger Paare für ihr Vorbild

Wien, 30. Mai 2026

1993 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 15. Mai zum „Internationalen Tag der Familie“. Das UNO-Motto 2026 – „Familien, Ungleichheiten und Kindeswohl“ – macht deutlich, dass starke Familien und das Wohl von Kindern untrennbar zusammengehören. Diesem Thema widmeten sich die Föderation für Weltfrieden-Austria (UPF), die Familienföderation für Weltfrieden und die Österreichische Frauenföderation am 30. Mai in Wien mit einer Konferenz unter dem Titel „Familie – Schule der Liebe: Starke Familien, glückliche Kinder“.

Die Veranstaltung in der Seidengasse 28 brachte ein internationales Publikum von 120 Personen sowie renommierte Rednerinnen und Redner (u. a. Peter Haider, David Wurzer, Präsident Familienföderation für Weltfrieden Österreich, Ulli Ehrgott, Chairperson des Vienna NGO Committee on the Family, Chairperson Mag. Christian Ebner, Parteiobmann Christlich Freisinnige Union und Mag. Marinela Stefanc, Generalsekretärin UPF Österreich) zusammen, die über den Wert der Familie in einer zunehmend komplexen Welt diskutierten.

Stimmen der Referentinnen und Referenten

Familie als Keimzelle der Gesellschaft (David Wurzer)

Ausgehend von persönlichen Erinnerungen an den Frühstückstisch seiner Kindheit betonte der Herr Wurzer, dass Familie die Keimzelle der Gesellschaft ist – der Ort, an dem Menschen zum ersten Mal Vertrauen, Geduld und selbstlose Liebe erlernen. Weil wir uns unsere Familie nicht aussuchen, üben wir dort eine Liebe, die über Sympathie hinausgeht. Als Vater in einer interkulturellen Ehe erlebt er täglich, wie Unterschiede und Konflikte Lernmomente sein können – denn was Kinder im Kleinen in der Familie lernen, braucht die Gesellschaft im Großen. Sein Fazit: Frieden beginnt nicht in Konferenzräumen, sondern am Frühstückstisch.

Familie, Gewalt und Generationen (Ulli Ehrgott)

Familie schenkt Menschen Identität, Sicherheit und bildet das Fundament gesellschaftlichen Zusammenhalts. In ihrem Beitrag beleuchtete die Referentin zentrale Herausforderungen moderner Familien: steigender Leistungsdruck, finanzielle Belastungen, Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung sowie das sensible Thema familiärer Gewalt, die vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen betrifft und häufig lange verborgen bleibt. Ihr zentrales Plädoyer: Wenn Jung und Alt einander mit Respekt begegnen und Unterschiede als Ergänzung verstehen, entsteht jene Kraft, die Familien – und unsere Gesellschaft – zusammenhält.

Familienpolitik neu denken (Mag. Christian Ebner)

Der Vertreter der Christlich Freisinnigen Union sprach über Forderungen, für die er sich politisch bemüht: Eine Familienpolitik auf drei Säulen: bessere Anerkennung familieninterner Leistungen, weniger staatliche Einmischung und ein Ende der wirtschaftlichen Benachteiligung von Eltern. Konkret sprach er sich für automatisches Pensionssplitting sowie niedrigere Steuern für Eltern aus. Übertragbare Steuerfreibeträge innerhalb der Familie sollen zudem junge Menschen entlasten, damit der Kinderwunsch nicht zu lange aufgeschoben werden muss.

Familie als Schule der Liebe & Brücke des Friedens (Mag. Marinela Stefanc)

Familie ist der erste Ort, an dem Menschen Liebe erfahren und Grundwerte wie Geduld und Mitgefühl erlernen – die „Schule der Liebe“. Kinder, die in Vertrauen aufwachsen, tragen diese Werte in die Gesellschaft und leisten damit einen Beitrag zum Frieden. Interkulturelle Ehen sah die Referentin als lebendige Brücken zwischen Nationen: Aus Unterschiedlichkeit kann Harmonie entstehen, und Liebe erweist sich als stärker als Grenzen und historische Konflikte.

Höhepunkt des Abends war die Verleihung des „True Family Awards“ an Paare, die durch ihre langjährige Partnerschaft den Wert von Ehe und Familie verkörpern. Die diesjährigen Preisträger waren Paare aus den Philippinen, Malaysia und Syrien. Die Medaille des Awards, deren Band beide Ehepartner umschließt, symbolisiert die untrennbare Verbindung des Paares.

Musikalische Darbietungen rundeten das Programm stimmungsvoll ab. Im Anschluss lud ein Buffet zum Austausch ein – eine Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schließen und alte Freundschaften aufleben zu lassen.

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