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„Das schönste und prägendste Erlebnis meines Lebens: Meine Nah-Tod-Erfahrung“

„Das schönste und prägendste Erlebnis meines Lebens: Meine Nah-Tod-Erfahrung“

Donnerstag, 26. Mai 2011

Ein Bericht von Frau Johanna Engeler

Vor 30 Jahren ging Frau Johanna Engeler durch die Erfahrung des physischen Todes, konnte dann jedoch ihr Leben auf dieser Erde fortsetzen.

Dieses Erlebnis hat ihr Leben grundlegend verändert und ist bis heute eine Quelle tiefer Inspiration für sie.

Am Donnerstag, den 26. Mai 2011 gab Frau Johanna Engeler (gebürtige Tirolerin, lebt in Wien) im Rahmen unserer Donnerstag-Vorträge in Wien Einblick in die wichtigsten Stationen ihres Lebens, mit besonderem Schwerpunkt auf ihr Todeserlebnis vor 30 Jahren.

Einige Ausschnitte ihres Vortrags aus meiner Mitschrift:

Schon als kleines Kind, im Alter von zirka 5 Jahren, habe ich mich wie eine Erwachsene gefühlt und mich oft gefragt: Woher komme ich und was mache ich auf dieser Welt?

Als Erwachsene habe ich eine Lehrerinnen-Ausbildung gemacht. Danach wollte ich Theologie studieren. Mein Vater hat es jedoch nicht erlaubt. Er sagte: „Hanni, lerne zuerst glauben, dann kannst Du tun, was Du willst.“

Ich habe dann doch die Religionsakademie begonnen, brach das Studium jedoch ab, da ich inzwischen geheiratet und ein Kind bekommen hatte.

Mit meinem Mann gab es viel Probleme. Ich habe mich darüber so gekränkt, dass man sagen kann, ich habe mich zu Tode gekränkt. Als nämlich das dritte Kind unterwegs war, sagt ich zu Gott: „Ich schaffe kein 4. Kind mehr, ich würde daran sterben!“ Deshalb entschloss ich mich, nach der Geburt des 3. Kindes eine Eileiterunterbindung machen zu lassen.

Als ich von der Operation aufwachte, befand ich mich im Aufwachzimmer und eine tiefe, schwarze Traurigkeit erfasste mich, die so stark war, dass mein Geist buchstäblich aus dem Körper gedrückt wurde. Ich bin abgeglitten, aber ich erinnere mich an jeden Schritt.

Es passierte in 3 Phasen:

  1. Ich habe meinen Körper noch erlebt, halb in Narkose. Mein Geist ist über die Lunge hinausgeglitten, was sich für die Ärzte wie ein Ersticken ausnahm. Deshalb versuchten sie mich zu reanimieren.
  2. Ich war schon weiter draußen, und ich sah, wie die Ärzte arbeiteten: sie haben gepumpt, geknetet, um mich zum Leben zurückzubringen. Ich konnte in ihr Denken und Fühlen hineinsehen. Sie freuten sich, als sich mein Körper wieder bewegte, denn sie glaubten, sie hätten mich gerettet. Doch ich rutschte weiter ab. Die Krankenschwester bemerkte es, und dann versuchten sie noch stärker, mich zurückzuholen, fast mit Gewalt. Ich habe es als eine seelische Gewalt empfunden. Irgendwann haben sie dann aufgegeben und mich für tot erklärt.
  3. Ich war vollständig aus meinem Körper ausgetreten und begann eine Reise ins Dunkle.

Ich fühlte, als würde mich jemand auf den Schoß nehmen und mich durch verschiedene Welten tragen. Es war ein Geistwesen, das ich nicht so genau definieren konnte. Am Ende dieser Reise stellte mich das Geistwesen ab, und ich kam zu vollem Bewusstsein:

Ich stand an einer riesengroßen Öffnung, hinter der ein sehr starkes Licht leuchtete. Ich fühlte: „Dort ist meine Heimat, dort muss ich hin!“ Um jeden Preis wollte ich durch das Tor hineingehen. Aber das Geistwesen, das mich dorthin gebracht hatte, stand nun hinter mir und stellte mir die Frage: „Willst du nicht nochmals zurück, willst du es noch einmal versuchen?“

Ich wollte nicht. Für mich war klar: „Ich will ins Licht, ich will nach Hause!“

Dann drehte mich das Geistwesen, und ich sah die Erde, ich sah, wie die Ärzte hin und her gingen. Ich konnte ihre Gedanken sehen: „Wem sollen wir ihren Tod in die Schuhe schieben?“ Ich fühlte Mitleid, und dann entschloss ich mich, doch auf die Erde zurückzugehen. Als ich diesen Entschluss gefasst hatte, ertönte laute, wundervolle Musik, als Ausdruck der Freude der Geistwesen über meinen Entschluss.

Ich betrachtete die Menschen in der Geistigen Welt, die um mich herum waren. Ihre Kleider waren unbeschreiblich schön. Sie waren durchwoben mit Fasern des Lebens.

Dann durfte ich in das Innerste der Geistigen Welt blicken: Es sah aus wie ein Herz aus reinem Licht, das sich bewegt. Dann sah ich, wie etwas aus diesem Herzen herausrollte, wie ein Lichtball. Er rollte heraus und in mich hinein.

Dann begann meine Reise zurück. Das Geistwesen nahm mich wieder in die Arme, und wir gingen den Weg zurück. Auf jeder Stufe blieb etwas von dem Licht zurück. Unten, an der Grenze zur Erde (physischen Welt) blieb das Geistwesen stehen und entließ mich. Das Licht presste mich in meinen kalten Körper zurück. Es war die härteste Arbeit meines Lebens, in den Körper zurückzukommen. Aber dann begann der Körper sich wieder zu bewegen.

Die Krankenschwester bemerkte, dass die Maschinen wieder ausschlugen. Sie näherte sich mir, doch sie blieb in einem gewissen Abstand von mir wie gebannt stehen. Dann kam der Arzt. Auch er blieb an derselben Grenze stehen und konnte nicht weiter. Die Schwester schaute ihn an und wusste, dass ihm dasselbe passiert war wie ihr. Es war die Ausstrahlung des Lichts, die sie nicht überwinden konnten.

Dann kam ein junger Arzt herein, dessen Herz  noch rein und einfach war (nicht so arrogant). Er ging genau den Rand der Ausstrahlung ab, und dann konnte er den Kreis durchbrechen und mich anrühren. Danach kam beinahe das gesamte Personal des Krankenhauses, vom Oberarzt bis zur Putzfrau, und das, obwohl niemand die Alarmglocke geläutet oder sie sonst wie gerufen hätte. Irgendwann wurde sie alle von den Ärzten weggeschickt.

Von da an sind die Schwestern nur zu zweit zu mir ins Zimmer gekommen.

Ich hatte auch ein Gespräch mit 2 Oberärzten. „Was ist gestern passiert?“ war ihre Frage. Aber mein Bericht war außerhalb ihrer Akzeptanzgrenze. Deshalb baten sie mich, ob sie schreiben könnten: „Die Operation verlief ohne Komplikationen“, dem ich schließlich zustimmte.

 Was ist von diesem Erlebnis geblieben?

Ich konnte so viel daraus lernen, dass ich keine Sehnsucht mehr verspürte, Theologie zu studieren. Es hat meine alten Denkgebäude gestürzt und mir zu neuem Leben verholfen. Es ist ein Fenster  in die Geistige Welt offen geblieben:

„Wende dich nach oben, und du wirst Antwort bekommen!“ Das war und ist mein Geschenk seit diesem Erlebnis.

Ich konnte vielen Menschen helfen, ihre Probleme zu lösen, ich konnte sehen, wo man in unserer Gemeinde graben musste, um Wasser für einen neuen Brunnen zu bekommen.

Ich konnte viele Ereignisse voraussagen.

Ich blieb dann noch ein weiteres Stück mit meinem Mann und zog neben meinen 3 Kindern noch 7 Pflegekinder auf.

Lange Zeit sprach ich nicht über mein Erlebnis. Als ich es tat, stieß ich vielfach auf Unverständnis, außer- und innerhalb der Kirche.“

 

Gute Stimmung nach dem Vortrag

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