„In unserer heutigen Zeit brauchen wir Menschen, die Harmonie schaffen und Frieden stiften.“ (Hak Ja Han)

Folgender Text besteht aus Auszügen eines Vortrags von Rev. Doo Seung-yeon, Generaldirektor des Weltmissionszentrums in Südkorea, den er am 14. September 2025 an Mitglieder gehalten hat.

„Die grundlegenden Werte, die wir in der heutigen Zeit aufgerufen sind zu verkörpern, sind Harmonie und Frieden.

Harmonie ist die geistige Grundlage, die unsere Beziehungen zu Gott, der uns Vater und Mutter ist, und zueinander in Ordnung bringt. Das geht über die bloße Abwesenheit von Konflikten oder Zwietracht hinaus; es bedeutet, eine wahre Beziehung zu Gott wiederherzustellen und unsere Beziehungen zu unseren Brüdern und Schwestern mit Respekt und Liebe zu erfüllen.

So wie der Stamm und die Blätter eines Baumes voneinander abhängig sind, um einen einzigen lebenden Organismus zu bilden, müssen auch wir ein Gleichgewicht zwischen unserem individuellen Ziel und dem Ziel des Ganzen herstellen. Das ist das Prinzip einer für beide Seiten vorteilhaften Beziehung.

 

Wie es in 2. Korinther 5,18–19 geschrieben steht: „Das alles aber kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt hat …“, betont die Bibel, dass Harmonie mit der Wiederherstellung unserer Beziehung zu den himmlischen Eltern beginnt. (Anmerkung: Gott, unser Schöpfer wird als Ursprung aller polaren Wesenszüge von maskulin und feminin gesehen. Er ist das Ur-Elternbild. Aus diesem Grund wurde die Bezeichnung „Himmlische Eltern“ gewählt))

Darüber hinaus lehrt Matthäus 5,23–24: „Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen. Geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder; dann komm und opfere deine Gabe.“ Dies zeigt, dass wir, bevor wir uns dem himmlischen Vater nähern, zunächst unsere Beziehungen zu unseren Brüdern und Schwestern wiederherstellen müssen.

Geliebte Mitglieder, harmonischer Frieden ist das praktische Prinzip, das Beziehungen wiederherstellt und in Einklang bringt und im Leben Früchte trägt. Er ist nicht bloß die Abwesenheit von Konflikten, sondern ein solides Fundament, das durch die Erfüllung unserer Pflichten und das Praktizieren wahrer Liebe verwirklicht wird.

Vor zweitausend Jahren verkündete Jesus, der eingeborene Sohn Gottes, in seiner Bergpredigt, die in den Seligpreisungen festgehalten ist: „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.“ (Matthäus 5,9) Der hier gemeinte Frieden steht im Zusammenhang mit dem hebräischen Wort „Shalom“ – das nicht nur Frieden bedeutet, sondern auch Ganzheit, Harmonie und die rechte Beziehung zu unserem himmlischen Vater.

 

Unsere Entschlossenheit, eine neue Ära und eine neue Geschichte zu gestalten

Der Grund, warum wir uns heute hier versammelt haben, ist, aktiv Frieden zu schaffen, indem wir die Kernwerte dieses Zeitalters – Harmonie und Frieden – in unserem täglichen Leben konkret leben.

Wenn unsere kleinen Taten der guten Praxis sich zu einem Geflecht aus Harmonie und Frieden in unseren Familien, Kirchen, Arbeitsstätten und der Gesellschaft verbinden, werden wir endlich unser wahres Ziel erreichen können. Wenn wir zuerst aufeinander zugehen, einander vergeben und uns dem Frieden widmen, werden wir als wahre Söhne und Töchter von Cheon Il Guk die wahre Liebe voll und ganz praktizieren und unsere Verantwortung erfüllen.

(Cheon Il Guk: bedeutet wörtlich: „Zwei Entitäten werden eins“ – vergleichbar mit dem für uns gängigen Ausdruck „Himmelreich“)