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The Friesacher Family

„We are citizens of the world“ – A true story about the Friesacher Family in the English Vienna city magazine METROPOLE

(Innocents Abroad: International Families and 3rd Culture Kids)

Dieser Artikel über eine interkulturelle Familie in Wien wurde in der Aprilausgabe der englischsprachigen Wiener Monatszeitschrift METROPOLE  veröffentlicht.

K640_Friesacher„Ich bin nicht nur Österreicher oder Japaner“, sagt Akio, „es hat sich etwas entwickelt, das noch wertvoller ist als das eine oder andere oder beides zusammen zu sein.“

In der Friesacher Familie wird abwechselnd Japanisch und Englisch gesprochen, aber die Sprache der Kunst, insbesondere der Musik, ist es, die ihrem Herzen am nächsten liegt und ihre Identität prägt.

Der Vater, Herbert wurde als jüngstes von neun Kindern einer Familie in Kärnten geboren, wo seine Musikalität durch Trompetenunterricht gefördert wurde. Er traf seine japanische Frau Ruiko, eine Hobbypianistin, in den USA. Als jüngstes von 10 Kindern war sie die Einzige, die ihr Heimatland Japan verließ, andere Länder und Kontinente bereiste und sich schließlich in Österreich niederließ.

„Es war mein Kindheitstraum, fremde Länder kennen zu lernen“, sagt sie. Aber es war schwer für sie, ihre vier Söhne in Wien großzuziehen und ihnen gleichzeitig genug Zugang zur japanischen Sprache und Kultur zu ermöglichen. Alle vier besuchten die Schule der Wiener Sängerknaben, und die Musik ist auch seit dem Verlassen der Schule das prägende Element ihres Lebens geblieben.

Aseo (19) studiert zurzeit Jazzpiano am Konservatorium, Akio (22) spielt Bassgitarre und studiert Mathematik, Biologie und Kunst. Kento (24) ist Gitarrist im „Banana Joe Trio“, das letztes Jahr den ersten Preis im Musikgruppen – Wettbewerb  „Österreichs Lokale Helden“ gewonnen hat. Der älteste Bruder, Rene (26) entschloss sich nach dem Studium der Informatik, die Laufbahn eines professionellen Tänzers einzuschlagen.

Ruiko und Herbert (er arbeitet für das Koreanische Business Center in Wien) haben ihre Söhne dazu erzogen, ihren eigenen Weg zu finden. „Ostasiatische Eltern üben großen Druck auf ihre Kinder aus, das ist die gängige Meinung“, bestätigt Herbert. „Wenn das auch nicht auf alle zutrifft, Tatsache ist, dass Kinder von Euro-Asiatischen Eltern eine viel stärkere Selbstbestimmung haben“, fügt er hinzu.

Die Jungs haben Ruikos „Wanderlust“ geerbt: Akio hat sechs Monate in Südafrika studiert, und Kento verbrachte Jahre damit, als Straßenmusiker durch Asien zu reisen, einschließlich Japan, wo er innerhalb einiger Monate fließend Japanisch lernte.

„ich fühle mich sowohl in Japan, als auch in Österreich als Ausländer“, bemerkt Kento, „Aber eine nationale Identität zu haben – Österreicher oder Japaner zu sein- ist nicht so wichtig für uns. Wir sind Weltbürger“.

 

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