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Austausch, Beziehung, Kommunikation: Der Stoff, der Mensch und Welt zusammen hält

Diesen Vortrag hat Johannes Stampf im Juni 2013 bei der Familienföderation in der Seidengasse gehalten.

Was ist Kommunikation und warum können wir kommunizieren?

Kommunikation (lat. communicare „mitteilen“) ist der Austausch oder die Übertragung von Informationen. „Information“ ist in diesem Zusammenhang eine zusammenfassende Bezeichnung für Wissen, Erkenntnis und Erfahrung. Mit „Austausch“ ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen gemeint. „Übertragung“ ist die Beschreibung dafür, dass dabei Distanzen überwunden werden können, oder es ist eine Vorstellung gemeint, dass Gedanken, Ideen, Meinungen und anderes ein Individuum „verlassen“ und in ein anderes „hinein gelangen.“

Alles ist direkt oder indirekt miteinander verbunden

UniversumNichts im Universum kann isoliert existieren. Alles ist direkt oder indirekt miteinander verbunden und beruht auf Partnerschaften: So existieren Zellen, Organe, Familien, Gesellschaften, Staaten, sowie das gesamte Ökosystem auf unzähligen Partnerschaften.

Warum basieren Kosmos, Ökosysteme, Organismen menschliche Gesellschaften etc. auf Partnerschaften und worauf sind sie zurückzuführen?

Seit wann (entstehungsgeschichtlich) gibt es sie?

ÖkosystemeJedes Element unseres Universums besteht in sich aus konkreten Verbindungen (Partnerschaften).

Haben sie sich durch Evolution (Mutation, Auslese) oder Selbstorganisation einfach aus dem „Nichts“ heraus von selbst entwickelt? Aus „nichts“ kann im besten Fall immer nur „nichts“ entstehen, das heißt, es wäre auch kein Urknall möglich gewesen.

 

Der Urknall

SinglaritätDer Urknall bezeichnet keine Explosion in einem bestehenden Raum, sondern die gemeinsame Entstehung von Materie, Raum und Zeit aus einer ursprünglichen Singularität.

Da keine konsistente Theorie der Quantengravitation existiert, gibt es in der heutigen Physik keine allgemein akzeptierte Theorie zum Zustand des Universums zu sehr frühen Zeiten, als seine Dichte der Planck-Dichte entsprach.

(Als Singularität bezeichnet man in Physik und Astronomie Zustände, bei denen z.B. die betrachteten Raumzeiten in einem einzigen Punkt oder einer komplizierten Mannigfaltigkeit nicht mehr definiert werden können.)

Daher ist der Begriff „Urknall“ die Bezeichnung eines formalen Punktes, der durch Betrachtung des kosmologischen Modells eines expandierenden Universums über den Gültigkeitsbereich der zugrunde liegenden allgemeinen Relativitätstheorie hinaus erreicht wird. Nach dem kosmologischen Stadndardmodell ereignete sich der Urknall vor etwa 13,8 Milliarden Jahren.

Was war dann der Urknall und wie konnte er geschehen?

Der Urknall – ein reiner Energieausbruch?

Auch der Urknall kann ohne Energie nicht stattgefunden haben.

Wenn durch den Urknall Raum, Zeit und Materie gleichzeitig entstanden sind, muss sich dann die dafür benötigte Energie nicht bereits vor dem Urknall formiert und eine bestimmte Richtung angenommen haben – eben jene, zur gleichzeitigen Entstehung von Zeit, Raum und Materie?

Die entscheidende phhilosophische Frage ist also:

Ist das Gesetz der Entsprechung und das Kausalitätsgesetz (Ursache –Wirkung) hier anwendbar oder nicht?

Die Vereinigungsphilosophie sagt eindeutig: Ja!

Eine Reihe von Fragen tut sich dazu auf:

  • Woher kommen die immensen Kräfte und Energien, die für den Urknall gebraucht wurden? Immerhin dehnt sich das Universum nach 13,8 Milliarden Jahren noch immer ungebremst aus
  • Was war vor dem Urknall – also vor Zeit, Raum und Materie? Gibt es so etwas wie eine zeitlose, raumlose und immaterielle „Quelle“, aus der Zeit, Raum und Materie sozusagen heraussprudelten?
  • War der Urknall geplant oder reiner Zufall?

Der Zufall ist das Pseudonym, das der liebe Gott sich zulegt, wenn er unerkannt bleiben möchte.” – Albert Schweitzer

  • Wenn der Urknall die „Geburt des Universums“ darstellte, wie sollen wir uns dann konkret die „Schwangerschaft“ des Universums vorstellen? – Und wie die Zeugung, ohne die es zu keiner Schwangerschaft kommt?
  • Erscheint uns der Anfang nur deswegen als Chaos, weil wir die Ordnung dahinter nicht sehen? Um „Un“ordnung definieren zu können, muss ich sie unbedingt in Relation zu „Ordnung“ stellen.
  • Löst sich Chaos in Kosmos auf oder Kosmos in Chaos? Jedenfalls hat sich aus dem „Urknall“ ein unendlich vielfältiger und kraftvoller und besonders in den Reichen der Lebewesen ein äußerst sensibler Kosmos mit einem nicht minder sensiblen Ökosystem entwickelt.
  • Gibt es ein Ziel, das mit dem „Urknall“ und der Entstehung des Universums erreicht werden soll oder geht es einfach irgendwie planlos und chaotisch weiter, bis…..? Wie weiß ich wo das Ziel liegt und wann es erreicht ist?
  • Genügen Fragestellungen zur Chemie und Physik des Urknalls, um die Ursprungsfrage des Universums erschöpfend zu beantworten oder stellen wir mit ihnen nur die halbe Frage?

Die Klärung dieser Fragen zählt zu den Speziealgebieten der Vereinigungsphilosophie, das sie von allen anderen Philosophien unterscheidet:

 

Wie kann man sich dann die Entstehung des Universums vorstellen?

Ist es durch natürliche Selektion und Zufall („bottom up“) oder aufgrund eines Plans („top down“) entstanden? Es gilt die Regel: „kein „bottom up“ ohne „top down“! Im Endeffekt ist es kein „entweder-oder“, sondern ein „sowohl-als auch“.

 

Die Vereinigungsphilosophie sieht den sichtbaren Verlauf der Entstehung des Universums und des Lebens als die sichtbare „Bottom-up“ Phase, die nur zustande kommen kann, weil ihr die entsprechene unsichtbare „Top-Down“ Phase vorangegangen ist. Auch wenn der Top-down Prozess nicht sichtbar ist, ist er dennoch alles entscheidend.

„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar“.
(Antoine de Saint-Exupéry)

„Das wahre Wissen kommt immer aus dem Herzen.“ (Leonardo da Vinci)

Unser Kosmos ist nicht das Produkt eines aus einem Chaos kommenden und in einem Chaos endenden Zufalls, sondern ein klar beabsichtigter und geplanter kreativer Vorgang.

Die Welt des Schöpfers vor dem Schöpfungsbeginn:

Der Schöpfer, die erste Ursache von allem, ist ewig, selbsterhaltend, absolut (nicht den Vorgängen der Welt der Vergänglichkeit unterworfen). Die fundamentale Energie des Schöpfers ist daher ebenfalls ewig, selbsterhaltend und absolut.

Schöpfungszweck und Schöpfungsziel sind dann ebenfalls ewig, selbstexistierend und absolut.

Den Ursprung aller Energien und Kräfte, die allen geschaffenen Wesen ihre Existenz ermöglicht, nennen wir „Universale Ursprungsenergie“ (UUE)

Durch das Einwirken der Universalen Ursprungsenergie bilden alle Elemente (in der Subjekt-und Objektposition) eine gemeinsame Grundlage und beginnen eine Wechselbeziehung.

Da die Universale Ursprungsenergie, um als Wechselwirkung agieren zu können, immer Partner braucht, wurde in der Welt der Schöpfung alles in Partnern geschaffen und auf Partnerschaften hin angelegt.

Partnerschaft ist daher das Grundmuster für Harmonie, Wachstum und Vermehrung, aber auch für Gesundheit, Erfolg, Freude und Frieden.

Der Charakter aller Wesen ist es daher, durch Wechselbeziehungen (Austausch, Beziehung, Kommunikation) zu existieren und ihren Schöpfungszweck zu erfüllen. Durch diese Wechselbeziehungen wird auch der Doppelzweck erfüllt, den alle Geschöpfe in sich tragen: der Zweck für die individuelle Existenz, wie auch der Zweck, der das Große und Ganze erhält (Gesamtzweck).

Von den beiden Partnern einer Entität wurde der eine mit Subjekt –und der andere mit Objekteigenschaften ausgestattet, die jedoch nur gemeinsam ihre Erfüllung finden und ihre Ganzheit erleben können.

Daher sind Austausch, Beziehung und Kommunikation die Stoffe, die zwischen Partnern wirken und Welt und Gesellschaft zusammen halten oder bei entsprechendem Missbrauch zerstören.

In der Natur funktionieren Austausch, Beziehung und Kommunikation automatisch – gesteuert durch die Kraft des ihr innewohnenden richtungsweisenden Prinzips.

Das geistige Wachstum des Menschen jedoch erfordert es, diesen Austausch in Eigenverantwortung abzuwickeln. Nur dadurch erreichen wir unsere menschliche Reife, die unser Leben so wertvoll macht.

Was ist Freude und wie entsteht sie?

Freude entsteht, wenn wir jemanden oder etwas als Objekt-Partner haben, in dem sich unser inneres Wesen und unsere äußere Form widerspiegeln, denn dieser Objekt-Partner hilf uns, unser eigenes Wesen durch Stimulation zu fühlen.

Freude ist ohne Entsprechung und ohne Ursache/Wirkung nicht möglich!

Wahre Freude entsteht, wenn wir in Liebe eins sind,  aus freien Stücken Verantwortung übernehmen und unsere Kreativität entfalten.

Mit andere Worten können wir sagen: wenn Liebe nicht Freiheit, Verantwortung und Kreativität einschließt und fördert, ist es nicht wahre Liebe.

Wahre Liebe folgt in ihrer Entwicklung einem bestimmten Weg: dem Weg durch die vier Stadien des Lebens und der Liebesentwicklung: Kindesliebe, Geschwisterliebe, eheliche Liebe und Elternliebe.

 

„Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.“ (Pearl S. Buck, Nordamerikanische Erzählerin, Schriftstellerin und Trägerin des Literaturnobelpreises 1938)

Die höchste Freude und gleichzeitig auch die ideale Kommunikation kann erreicht werden, wenn der Mensch die Lebensweise wählt, die ursprünglich von seinem Schöpfer geplant war:

  • Wenn er /sie zu einer in der Liebe gereiften Persönlichkeit heranwächst
  • Wenn er/sie auf dieser Basis eine glückliche Familie errichtet
  • Wenn er/sie in Einklang mit der Natur lebt.

Ein Leben zum Wohl anderer ist ein Leben für das Gemeinwohl im Sinne des ursprünglichen Schöpfungsideals. Es nimmt alle Überheblichkeit, allen Egoismus und letztlich alles Böse aus dem System!

(Transkribiert von E. Cook)

Der gesamte Vortrag ist auch auf youtube abrufbar:

http://www.youtube.com/watch?v=z7zXCKJjEsE&feature=player_embedded

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